Mit einem Trick lassen sich die Schallwellen nun um 45 Grad umleiten: Man postiert zwei solche Anordnungen von Quecksilberstäben unter einem 45 Grad Winkel zueinander. Schallwellen, die senkrecht auf das erste Hindernis treffen, können es passieren, nicht jedoch das zweite Hindernis, auf das sie unter 45 Grad treffen. Die Schallwellen nehmen nun den Weg des kleinsten Widerstandes und ändern ihre Ausbreitungsrichtung um eben diesen Winkel. Dadurch können sie auch das zweite Hindernis passieren. Die Welle ist damit aus ihrer ursprünglichen Richtung abgelenkt. Bauteile dieser Art könnten in zukünftigen akustischen Filtern eingesetzt werden.
Wenn Wellen auf ein Hindernis mit periodischen Strukturen (in diesem Falle die Quecksilberstäbe) treffen, so werden sie gebeugt. Dabei löschen sich die Wellen in bestimmten Richtungen aus, in anderen verstärken sie sich – sie interferieren. Damit kann die Ausbreitung von Wellen auf einfache Weise kontrolliert werden. Dieses Prinzip ist für alle Arten von Wellen gültig, von Schall- bis zu Lichtwellen. Daher sind die Ergebnisse des spanischen Forscherteams auch für die Herstellung von integrierten optischen Schaltkreisen interessant.





