Wie Bennett berichtete, ist es extrem aufwendig, Planeten mit dieser Methode aufzuspüren. Weil Erde, Linse und der Hintergrundstern exakt auf einer Linie liegen müssen, hält der Gravitationslinsen-Effekt oft nur einen Tag lang an, bevor sich die drei Himmelskörper wieder auseinander bewegen. Die Forscher nutzten daher das MOA-II-Teleskop in Neuseeland, das relativ große Himmelsregionen gleichzeitig auf Gravitationslinsen absuchen kann.
Die Forscher fanden heraus, dass der Planet etwa den gleichen Abstand von seinem Stern hat wie die Venus von der Sonne. Allerdings dürfte zumindest die obere Atmosphäre von MOA-2007-BLG-192L kälter sein als Pluto, weil der Braune Zwerg nur ein Millionstel so viel Energie abstrahlt wie die Sonne. Die Forscher halten es aber für möglich, dass es auf der Oberfläche des Planeten so warm ist wie auf der Erde: Durch radioaktiven Zerfall könnte der Planet, der vermutlich aus Eis und Gestein besteht, selbst angenehme Temperaturen erzeugen. Es ist auch möglich, dass es sich um eine Wasserwelt handelt, deren Oberfläche komplett von einem riesigen Ozean bedeckt ist.
Bennett glaubt, dass die Mikrolinsen-Methode noch viel Potenzial hat: “Ich wage die Vorhersage, dass der erste erdähnliche Exoplanet mit einer Mikrolinse gefunden wird”, sagt der Forscher. “Aber wir müssen uns beeilen, um die für 2009 geplante Kepler-Mission der Nasa und andere Suchprogramme zu schlagen.”





