Die Ursache für Staubansammlungen auf den Kraterböden sehen die Geologen in der Kraft der Sonne. Sonneneinstrahlung führe demnach zu einer elektrostatischen Aufladung von Staubpartikeln auf der Asteroidenoberfläche. Damit beginnen diese in dem äußerst schwachen Gravitationsfeld des Asteroiden zu schweben. Schwebende Staubteilchen in der Umgebung eines Kraters könnten so durch zufällige Bewegung über den Krater gelangen und durch anschließendes Absinken auf dessen Grund gelangen. Auf diese Weise könnte sich innerhalb von Millionen von Jahren eine feine Staubschicht auf dem Boden von Kratern ansammeln.
Eine Erklärung für die Bewegung von Staubpartikeln auf Asteroiden und kleineren Monden stellte Astronomen bisher vor große Probleme – eine Atmosphäre ist nicht vorhanden, und damit scheidet Wind als Ursache der Bewegung aus. Das Zusammenspiel von elektrostatischer Aufladung und schwachem Gravitationsfeld wird nun in der Tat von vielen Fachkollegen des NEAR-Teams als die wahrscheinlichste Erklärung dieses Phänomens angesehen.





