Wie Paul Shepson von der Purdue University in der Zeitschrift Science berichtet, stammt das Brom und Chlor aus dem Meersalz und lagert sich während des arktischen Winters im Schnee ab. Sobald die Sonne wieder scheint, sinkt ihre Konzentration im Schnee und steigt dagegen in der Luft an. Dort kommt es dann zu einer Kettenreaktion, bei der das Ozon aufgespalten wird.
Die Ergebnisse der Forscher könnten eine wichtige Rolle spielen: “Immerhin sind drei Viertel der Erde von Wasser bedeckt”, so Shepson. “Wenn wir die Reaktionen verstehen, können wir das Verhalten des Ozons in der Atmosphäre besser modellieren.” Möglicherweise spiele die Reaktion auch in Städten eine Rolle: Dort seien die “Zutaten” für die Ozonzerstörung im Winter oft in hohen Konzentrationen vorhanden. Chlor und Brom spielen auch für die Zerstörung der Ozonschicht in der höheren Stratosphäre eine Rolle, wo die Chemikalien allerdings durch den Menschen verursacht sind. Am Boden entsteht Ozon etwa durch Blitze oder im Sommer durch Autoabgase.(Science, Bd. 291, S. 471)
Ute Kehse





