Wenn die Polizei Computer beschlagnahmt, auf denen sie pornographische Abbildungen von Kindern vermutet, stehen die Ermittler oft vor dem Problem, enorme Datenmengen sichten zu müssen. Denn auf den Festplatten befinden sich teils Zehntausende von Bildern. Rechtsmediziner und Anthropologen aus Deutschland, Litauen und Italien haben jetzt unter Federführung des Instituts für Rechtsmedizin der Universitätsklinik Düsseldorf eine Software entwickelt, die problemlos Kinder- von Erwachsenenbildern unterscheiden kann. Das Programm kann selbstständig Gesichter nach dem Alter klassifizieren und benötigt dafür pro Bild gerade mal zwei Sekunden. Dafür hatten die Forscher um Stefanie Ritz-Timme 600 Kindergesichter fotografiert und vermessen. Um die Software zu verbessern, sollen demnächst weitere 1650 Kinder und Jugendliche fotografiert werden.





