Inzwischen hat auch die Musikindustrie Interesse an dem System angemeldet: “Wir wurden von einer großen Plattenfirma gefragt, ihnen beim Heraussuchen von Singles aus mehreren kommenden Plattenveröffentlichungen zu helfen”, erklärt Carolyn Brown, Marketing Director von Savage Beast Technologies. Ein anderer Zielbereich der Firma ist das Musikmarketing. Das System kann große Plattenhändler beim Erstellen eines “Geschmacksprofils” ihrer Kunden unterstützen, so dass sie eher finden, was ihnen gefällt.
Wer die “genetischen” Besonderheiten seiner Lieblingsmusik kennt, findet schneller Stücke, die ihm auch gefallen. So lautet zumindest das Ziel eines kalifornischen Software-Datenbank-Systems, des “Musik Genome Project”. Angelehnt an das menschliche Genom-Projekt, versucht das System, die Schlüsselelemente eines Musikstücks zu identifizieren. Professionelle Musiker haben mehr als 15.000 populäre Melodien auf rund 400 Hauptcharakteristika wie Rhythmus, typische Instrumente und Textinhalt analysiert.
Unabhängig vom Genre oder Stil lässt sich dank der Datenbank neue Musik entdecken, die dem eigenen Geschmack entspricht, so die Firma Savage Beast Technologies . In einen so genannten Profiler gibt man sein Lieblingsstück ein, auch besondere Kriterienwünsche sind möglich, wie Textstil, Stimmtypus oder Trompetensolos. Im Datenbanksystem geht die Software dann auf die Suche nach Kreuzreferenzen und liefert eine Liste anderer Stücke, auf die möglichst viele “genetische” Übereinstimmungen zutreffen.
Dörte Saße





