Sieben Planeten um einen Zwerg
Ihre Hartnäckigkeit zahlte sich aus, denn die Forscher entdeckten in den Lichtkurven 34 weitere Transitsignale. “Die Signale haben eine Periode von 4,04 Tagen, 6,06 Tagen, 8.1 Tagen und 12,3 Tagen”, berichten Gillon und seine Kollegen. Das Erste Signal entspricht dem bereits in den Vorbeobachtungen vermuteten Planeten TRAPPIST-d, doch die drei anderen sind völlig neu – sie müssen daher zu drei weiteren Planeten um den Zwergstern gehören. Damit besitzt er mindestens sechs ihn eng umkreisende Planeten. Zusätzlich entdeckten die Forscher jedoch noch ein weiteres, einmaliges Abdimmen, das sie einem siebten Planeten zuschreiben.
Der kleine Zwergstern TRAPPIST-1 ist damit Heimat von gleich sieben Planeten – und alle sieben sind höchstwahrscheinlich erdähnlich, wie die Astronomen berichten. Fünf der Planeten haben demnach etwa die Größe der Erde, die beiden anderen – d und h – liegen von der Größe her zwischen Mars und Erde. Damit handelt es sich sehr wahrscheinlich um Gesteinsplaneten. “Dieses Planetensystem ist erstaunlich — nicht nur, weil wir so viele Planeten gefunden haben, sondern auch, weil ihre Größen der der Erde alle erstaunlich gleichen!”, sagt Gillon. Mit ihren Umlaufzeiten zwischen 1,5 und 12,4 Tagen würden diese erdähnlichen Planeten übertragen auf das Sonnensystem alle zwischen Sonne und Merkur passen. Das Miniaturplanetensystem ähnelt von der Größe her damit eher dem Jupiter und seinen vier größten Monden – diese Monde haben ganz ähnliche Umlaufzeiten um den Gasriesen.
Flüssiges Wasser auf sechs Planeten
Noch spannender aber ist: Mindestens drei der sieben Planeten um TRAPPIST-1 könnten in der habitablen Zone liegen – und auf sechs von ihnen könnte es flüssiges Wasser geben. “Die Planeten e, f und g könnten Wasserozeane auf ihrer Oberfläche besitzen”, berichten die Forscher. Die drei inneren Planeten b, c und d sind dagegen deutlich heißer und könnten einen starken Treibhauseffekt aufweisen. Dennoch halten es die Astronomen für durchaus möglich, dass auch auf diesen Planeten flüssiges Wasser existiert, – zumindest in einigen Bereichen ihrer Oberfläche. Der Abstand des siebten Planeten des Systems, TRAPPIST-1h, ist noch nicht bekannt, weil die Forscher von ihm nur einen einzigen Transit beobachten konnten. Sie vermuten aber, dass er zu weit außen liegt und damit wahrscheinlich zu kalt für flüssiges Wasser ist.





