Schrödinger beschrieb am makroskopischen Beispiel einer Katze, was im Reich des Mikrokosmos der Normalfall wäre, wenn die übliche Deutung der Quantentheorie insbesondere von Niels Bohr, Werner Heisenberg und Wolfgang Paul korrekt wäre. Demnach müsste eine Katze, die in einer Kiste einem tödlichen Quanteneffekt ausgesetzt wird, in einen gespenstischen Überlagerungszustand geraten: in eine Superposition von „noch lebendig“ oder „schon tot“ – jedenfalls so lange, bis die Kiste geöffnet wird, um nachzusehen, was geschah (BDW 9/2024, „Schrödingers gespenstische Katze“). Dieses quantenmechanische „sowohl – als auch“ widerspricht zutiefst dem klassischen „entweder – oder“ der Alltagswelt.





