Die Lichtstrahlen wurden von den Eisteilchen gestreut, so dass die Forscher die Position der Wolken bestimmen konnten. Sie stellten fest, dass die Wolken in der Nacht etwa fünfmal so dick sind wie tagsüber, eine wesentlich größere Ausdehnung besitzen und fast wie Nebel dicht über dem Boden liegen. Die Regionen, die von Wolken bedeckt sind, sind außerdem wärmer als wolkenlose Gegenden. Das bestätigt Simulationen, denen zufolge warme Oberflächentemperaturen auf dem Mars durch eine Art Treibhauseffekt hervorgerufen werden.
Tagsüber lösen sich die Wolken durch die Sonnenwärme auf. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind auf dem Mars sehr groß: Sie betragen bis zu hundert Grad Celsius, da es keine Ozeane gibt, die Wärme speichern können. Der Wasserdampf, der sich im Nord-Sommer aus dem Eis der Polkappe bildet, kondensiert deshalb nachts.
Wilson und seine Kollegen wollen die Wolken nun in Klimamodelle für den jungen Mars einbauen, der noch eine dickere Atmosphäre besaß, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist. Wilson: “Es ist wahrscheinlich, dass die Eiswolken in der Vergangenheit einen wichtigen Einfluss auf die Temperaturen in der Atmosphäre und auf der Oberfläche und damit auf das Klima hatten.”





