In anderen Ländern lässt sich ebenfalls ein wöchentlicher Wetterrhythmus beobachten. In Deutschland etwa regnet es am Wochenende verstärkt. Dagegen ist der Niederschlag in einigen Gegenden der USA am Wochenende etwas geringer als innerhalb der Woche. Die Luftverschmutzung führt zudem in Großbritannien und Westfrankreich im Winter zu trockeneren Wochenenden mit weniger Wolken. In Island und Grönland wirkt sich der Effekt anders aus und verursacht dort regnerischere Winterwochenenden.
Die genauen Einzelheiten der wöchentlichen Wetterzyklen sind noch ungeklärt. “Wir vermuten, dass sie mit Änderungen in der atmosphärischen Zirkulation über Westeuropa zu tun haben, vielleicht durch einen indirekten Effekt zwischen Aerosolen und der atmosphärischen Dynamik”, sagt Sanchez-Lorenzo.
Der britische Meteorologe David Parker aus Exeter ist ebenfalls der Meinung, dass vom Menschen verursachte Partikel in der Luft Einfluss auf die atmosphärische Zirkulation haben können. Da die Bildung von Wolken beeinflusst wird, ändert sich auch die Menge an Sonnenstrahlung, die die Erdoberfläche erreicht. Dadurch verändert sich wiederum die Zirkulation der Luft in der Atmosphäre. Allerdings seien weitere Experimente nötig, um den Einfluss der wöchentlich variierenden Abgasemissionen auf das Wetter zu bestätigen.





