“Wir müssen wissen, wie Sandkörner miteinander wechselwirken, wenn kein Druck auf sie wirkt”, sagt der Forschungsleiter des Weltraumexperiments, Stein Sture von der Universität Colorado-Boulder. Das auf der Erde zu untersuchen, ist schwierig. Durch die Schwerkraft übt das Gewicht des Sandes immer Druck auf umgebende Sandkörner aus.
Die Nasa will untersuchen, wie sich Sand im Weltraum verhält. Die Forscher hoffen, durch ihre Experimente die Prozesse bei Erdbeben besser zu verstehen. Noch in diesem Jahr werden sie Latexschläuche ins All fliegen, die mit Sand und Wasser gefüllt sind. Eine Maschine soll diese Schläuche wiederholt zusammenquetschen und so Kräfte simulieren, die während eines Erdbebens auf Sand wirken. Die Ergebnisse können Ingenieuren helfen, zu entscheiden, welche Böden sicherer Baugrund sind.
Erdbeben können dazu führen, dass der Boden plötzlich einsackt und Gebäude mehrere Stockwerke tief absinken. Der Grund: Die Mischung aus Wasser und Erde im Boden verliert durch die Erdstöße ihre Stabilität und fließt wie Treibsand davon. Mit ihren Experimenten wollen die Wissenschaftler Daten zu dieser so genannten Bodenverflüssigung erhalten.
ddp/bdw – Barbara Witthuhn





