Die russische Raumstation MIR wird vor ihrem in diesen Monat geplanten Absturz in den Pazifik noch mit bloßem Auge am Abendhimmel zu sehen sein. Darauf hat am Montag das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln hingewiesen.
MIR-Spezialist und Physiker Dr. Hans-Walter Gronert-Marquardt sagte, die russische Raumstation könne in den nächsten Tagen für jeweils einige Minuten am Abendhimmel verfolgt werden.
Die Sichtbarkeitsdaten vom Beobachterstandort Köln: Am Dienstag (6. März) von 18.52 und 20.26
Uhr an zunächst im Westen, am Mittwoch (7. März) von 20.20 Uhr an, ebenfalls im Westen, am Donnerstag (8. März) von 20.13 Uhr an, in Westsüdwest, und am Freitag (9. März) von 20.07 Uhr an, in Südwest.
Die MIR soll laut DLR im Zeitraum zwischen dem 16. März und dem 23. März kontrolliert in die Erdatmosphäre eintreten und dort durch Reibungshitze zum größten Teil verglühen. Während die deutschen Raumfahrt-Spezialisten von diesem Zeitraum ausgehen, nannte die Flugleitzentrale in Moskau einen Termin um den 9. März, wegen verstärkter Sonnenstrahlung lasse sich das Datum vorläufig nicht exakter vorhersagen. Bruchstücke, die nicht verglühen, sollen im Südpazifik niedergehen.
dpa





