Rund 150 Minuten soll der Abstieg der 373 Kilogramm schweren Sonde dauern. Der Auftakt des Ereignisses – wenn Huygens, geschützt durch seinen Hitzeschild, wie ein Meteor durch die Atmosphäre rast – wird wohl als Aufleuchten in irdischen Teleskopen beobachtbar sein. Die sechs wissenschaftlichen Bordinstrumente (Gesamtgewicht 48 Kilogramm) haben dann ihren großen Auftritt:
Abstiegskamera und Radiometer: Für Fotoaufnahmen, während Huygens am Fallschirm zur Oberfläche segelt. Außerdem sollen mögliche Wolken beobachtet und die Konzentration von Methan und Argon gemessen werden.
Doppler-Wind-Experiment: Ermittelt die Windverhältnisse durch die Bewegung von Huygens während des Abstiegs. Das Experiment leitet Michael K. Bird von der Universität Bonn.
Oberflächen-Forschungspaket: Zur Erforschung der unbekannten Titanoberfläche. Welches Oberflächenmaterial ist am Boden vorhanden? Gibt es dort Flüssigkeiten, und wie tief reichen sie? Diese Fragen soll das Experiment in den Minuten nach dem Aufschlag beantworten – falls Huygens die Oberfläche intakt erreicht.
Aerosol-Experiment: Untersucht Wolken und Schwebeteilchen in der Titan-Atmosphäre.
Atmosphärenstruktur-Instrument: Zur Klärung der Struktur und der physikalischen Eigenschaften der Titan-Atmosphäre.
Gas-Chromatograph und Massenspektrometer: Für die Messung der chemischen Zusammensetzung von Aerosolen und atmosphärischen Gasen.





