Amerikanische Astronauten sollen in Zukunft von einer größeren Version der Apollo-Rakete, ausgestattet mit den bewährten Motoren des Space Shuttles, ins All gebracht werden. Das gab Nasa-Chef Michael Griffin gestern bekannt. Demnach plant die Weltraumagentur noch vor dem Ende der nächsten Dekade die Rückkehr zum Mond.
Das neue Raumschiff soll die Vorzüge der Apollo-Raketen und des Space Shuttles vereinen und kann bis zu zehn Mal wieder verwendet werden. Das Vehikel soll an Fallschirmen zu Boden sinken und nach Austausch des Hitzeschildes erneut starten. Bis zu vier Astronauten kann das Arbeitspferd der nächsten Generation zum Mond bringen, sagte Nasa-Chef Griffin. Dort kann es dann ohne menschliche Besatzung im Orbit bleiben.
Anders als beim Shuttle befinden sich die Astronauten in einer Kapsel an der Spitze der Rakete. Wenn sich beim Start Probleme ergeben, kann die Kapsel abgesprengt werden. Das erhöht die Sicherheit nach Angaben der Nasa um den Faktor zehn. Wegen der Position der Kapsel bestehe keine Gefahr, dass sie beim Start durch herumfliegende Trümmerteile beschädigt wird, wie es beim Unfall des Space Shuttles Columbia vor drei Jahren geschah.
Als Ergänzung zu dem neuen Entdeckerschiff plant die Nasa ein Frachtschiff, das Lasten von bis zu 125 Tonnen ins All hieven kann ? Material, dass für eine dauerhaft bemannte Mondbasis und für geplante bemannte Flüge zum Mars benötigt werden. Schon in fünf Jahren soll das Flugprogramm mit Reisen zur Internationalen Raumstation ISS beginnen.
Ute Kehse





