„ Das ist in dieser Größenordnung eine bislang einzigartige Möglichkeit zur zerstörungsfreien Materialprüfung”, sagt Randolf Hanke, der das Entwicklungszentrum Röntgentechnik (EZRT) leitet. Dank der heute schon extrem hohen Auflösung von 0,8 Millimetern an metergroßen Objekten sind auf den Aufnahmen selbst winzige Details gestochen scharf zu erkennen. Die Technologie ermöglicht es beispielsweise Materialfehler wie winzige Risse in Automobil- oder auch Flugzeugbauteilen zu erkennen. Beispielsweise könne auch Sicherheitskräfte mithilfe des XXL-Tomographen Sprengstoff in Frachtcontainern aufspüren, ohne sie öffnen zu müssen.
CT-Scanner für den Nanobereich
Das Gegenstück zu dem Mega-Scanner kann Hanke bequem mit sich herumtragen: Der momentan kleinste Computertomograph der Welt ist nicht größer als eine Mikrowelle. Er kann kleinste Kunststoffteile bis hin zu biologischen Proben mit einer Auflösung von 0,02 Millimetern erfassen. Doch Hanke und seinem Team reicht das noch nicht: Sie tüfteln momentan an einem Gerät, das bis in den Nanobereich, also unter 100 Nanometer, vordringen können soll. Dabei ist den Forschern bereits ein entscheidender Durchbruch gelungen: „Wir haben ein Elektronenmikroskop zu einer speziellen Nanoröntgenquelle weiterentwickelt”, erklärt Hanke. Damit lassen sich Objekte in Nanogrößenordnung scharf beleuchten. Biologen könnten mithilfe dieser Technologie beispielsweise die Prozesse beim Wassertransport in Holzfasern analysieren.
Die Forscher können sich über brandneue Ausstattung freuen: Erst im Juli wurde in Fürth-Atzenhof das neue EZRT-Gebäude eingeweiht. „Hier bündeln wir zukünftig die Kompetenzen im Bereich der industriellen Computertomographie – für Aufgabenstellungen aus unterschiedlichsten Bereichen und in jeder Größenordnung. Mit unserem Equipment sowie unserem verfahrenstechnischen Know-how können wir Kunstgegenstände aus dem Altertum genauso durchleuchten wie ganze Windräder”, so Hanke.





