Das Riesenkrokodil Sarcosuchus imperator war zwölf Meter lang, acht Tonnen schwer, jagte wohl auch Dinosaurier und lebte vor 110 Millionen Jahren im heutigen Niger (Westafrika). Das schreiben Forscher aus den USA und Niger in Science.
Die Wissenschaftler um Paul C. Sereno von der Universität Chicago hatten versteinerte Knochenreste des bislang weitgehend unerforschten Riesenreptils untersucht. Das Tier war mit gepanzerten Schuppen bedeckt, in denen die Forscher um die vierzig Wachstumsringe entdeckten ? ähnlich den Jahresringen eines Baumes.
Die Paläontologen schließen daraus, dass die Panzerechse bis zu sechzig Jahre alt werden konnten und auch im reiferen Alter noch wuchsen. Die Tiere ernährten sich nicht nur von Fischen, sondern auch von Landtieren, folgerten Sereno und seine Kollegen aus der Form und Stellung der Zähne. Die Paläontologen vermuten, dass zu den Opfern der Riesen auch Dinosaurier gehörten.
Der erste Schädelknochen eines Riesenkrokodils war bereits 1964 von Geologen in der Ténéré-Wüste in Niger gefunden worden. Seither hatten Wissenschaftler über die Abstammung und Lebensweise dieser Reptilien gerätselt.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





