Kurz vor einem Ausbruch bildet an die Oberfläche drängendes Magma den “Lavadom”, der wie eine Beule am Berghang anschwillt. Ein solcher Dom hatte sich auch kurz vor der Eruption im vergangenen Jahr gebildet. Doch der karibische Vulkan blieb ruhig. Als nach siebenmonatiger Trockenheit Regen einsetzte, brach er nach wenigen Minuten aus. Der gewöhnliche Wetterbericht könnte den Vulkanologen daher künftig helfen, solche explosionsartigen Eruptionen exakter vorauszusagen und Menschenleben zu retten.
Manche Vulkane brechen offenbar erst dann aus, wenn es zu regnen beginnt: Starke Regenfälle können der letzte Auslöser für jene gefährliche Ausbrüche sein, die den Berg explodieren lassen. Das berichten britische Vulkanologen im Wissenschaftsmagazin New Scientist (Ausgabe vom 7. September 2002, S. 4).
Die Forscher der Universität in Norfolk fanden bei den letzten drei Vulkanausbrüchen, die die Karibikinsel Montserrat seit 1995 verwüstet haben, einen Zusammenhang mit heftigen Regenfällen. Offenbar war der Regen in den so genannten “Lavadom” eingedrungen, war verdampft und verursachte so einen Druckanstieg ? der Vulkan explodierte wie ein Schnellkochtopf ohne Überdruckventil.
ddp/bdw – Carolin Muck





