von RÜDIGER VAAS
Die Laserinterferometrie ist nicht die einzige Nachweistechnik für die winzigen Schwingungen des Weltraums. Auch die Natur selbst kommt zu Hilfe: Als indirekte Gravitationswellen-Detektoren im wahrlich astronomischen Maßstab eignen sich nämlich Neutronensterne. Denn viele dieser nur wenige Kilometer großen und extrem dichten, massereichen kollabierten Kerne ausgebrannter Sterne rotieren äußerst regelmäßig und rasch. Viele emittieren zudem Radiostrahlung, die ins All entweicht – vergleichbar mit sich drehenden Lichtkegeln von Leuchttürmen. Überstreicht ein solcher Radioschein regelmäßig die Erde, kann er als periodisches Blinken gemessen werden. Deshalb heißen solche Objekte Pulsare. (Das ist missverständlich, weil sie ja nicht pulsieren, obschon die Zu- und Abnahme ihrer Strahlung so anmutet.)





