Sie soll das erste Licht seit dem Urknall kartieren – doch die Raumsonde Planck wirft auch erstmals tiefe Blicke in galaktische Gas- und Staubwolken. Das im Mai 2009 gestartete europäische Mikrowellen-Teleskop hat Ende Mai 2010 seine erste komplette Himmelsdurchmusterung abgeschlossen. Vier weitere Scans sind vorgesehen. Bis alle Daten ausgewertet sind, wird es aber 2012 werden. Eindrucksvolle Aufnahmen hat das Planck-Team bereits jetzt veröffentlicht. Sie zeigen Staubwolken und Sternentstehungsgebiete in der Milchstraße – etwa den Orion-Nebel und die Perseus-Region.
Die unterschiedlichen Wellenlängen machen erstmals mehrere Prozesse zugleich sichtbar: Bei kleinen Frequenzen maß Planck die Strahlung von schnellen Elektronen, die mit den Magnetfeldern der Milchstraße wechselwirken, sowie die Emission rotierender Staubteilchen. Bei Wellenlängen im Millimeter-Bereich maß die Raumsonde das Gas, das von neu entstandenen Sternen aufgeheizt wird. Und bei noch höheren Frequenzen beobachtete sie die schwache Strahlung von kaltem Staub, aus dem sich neue Sterne bilden.





