Vor dem Eintreffen einer neuen bemannten Versorgungsmission an der Internationalen Raumstation ISS hat die Langezeitbesatzung am Freitag eine russische Sojus-Kapsel umgedockt. Aus Sicherheitsgründen gingen US-Kommandant Frank Culbertson und seine russischen Kollegen Michail Tjurin und Wladimir Deschurow an Bord des Rettungsraumschiffes, teilte die russische Flugleitzentrale bei Moskau mit.
Mit der Sojus flogen sie in zwölf Minuten von der Andockstelle am Wohnmodul «Sarja» zu dem neuen Andockmodul «Pirs», meldete die Agentur Itar-Tass. Mit den drei Raumfahrern nahm die gesamte Besatzung an dem Manöver teil, da die Kapsel im Notfall die einzige Möglichkeit zur Rückkehr auf die Erde bietet.
Am Sonntag startet vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan eine russische Rakete mit der französischen Astronautin Claudie Haignere und den Kosmonauten Viktor Afanasjew und Konstantin Kosejew zur ISS. Bei ihrem auf zehn Tage berechneten «Taxi-Flug» bringen sie Versorgungsgüter und wissenschaftliche Experimente auf die Station. Haignere kommt als erste Europäerin an Bord der ISS.
Die neue Sojus-Kapsel soll an der freigewordenen Anlegestelle von «Sarja» festmachen und als Rettungskapsel ein halbes Jahr im Weltraum bleiben. Die Besucher kehren mit der alten Sojus zurück.
dpa