Wissenschaftler des Erlanger Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen haben eine Technologie entwickelt, mit der man Musik vom MP3-Player auch unterwegs in exzellenter Surround-Sound-Qualität genießen kann. Eine Software komprimiert dafür die Musikdaten so, dass sie kaum mehr Speicherplatz benötigen als MP3-Files mit gewöhnlichem Stereo-Klang. In Verbindung mit einem herkömmlichen Stereo-Kopfhörer simuliert die Software einen natürlichen Raumklang. Dazu gaukelt sie dem Ohr mehrere, in unterschiedlichen Raumrichtungen rund um den Kopf angeordnete Lautsprecher vor. Zudem verändert sie den Klang so, wie er sich in der Realität auf dem Weg von den Lautsprechern zum Ohr verändern würde. So wird auch der Einfluss des Kopfes und der Ohrmuscheln auf den Klang berücksichtigt, wenn dieser von hinten kommt. Dreht man den Kopf, passt die „Ensonido-Technologie” das Klangfeld automatisch so an, dass die Schallquelle stets in der gleichen Richtung zu sein scheint – zum Beispiel die Musik eines Orchesters, das auf einer virtuellen Bühne spielt. Ein Headtracker nimmt dazu mithilfe von Beschleunigungssensoren alle Bewegungen des Kopfes wahr. Auf der Basis dieser Daten berechnet die Software ein konstantes räumliches Klangfeld.





