Die Aufnahmen des Space Shuttles Endeavour zeigen nun, dass die Oberfläche über dem Kraterrand heute noch absackt. Ein drei bis fünf Meter tiefer, etwa fünf Kilometer breiter Graben, der sich in einem Halbkreis mit einem Durchmesser von 180 Kilometern über Yucatan zieht, ist auf den detaillierten Radarbildern gut zu erkennen. Die Forscher um Michael Kobrick vom Jet Propulsion Laboratory vermuten, dass das Untergrund-Gestein durch den Einschlag vor 65 Millionen Jahren zerbach und seine Stabilität verlor. Die Kalkstein-Schicht über dem Krater habe später ebenfalls Risse bekommen und sei über dem Kraterrand abgesunken.
Wie der Chicxulub-Einschlag den Dinosauriern und anderen Lebewesen den Garaus machte, ist noch nicht genau bekannt. Der Einschlag könnte so viel Staub aufgewirbelt haben, dass es Monate lang dunkel war und die Mehrheit der Pflanzen abstarb. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass das glühend heiße Gestein, das der Meteorit beim Aufprall hoch schleuderte, überall auf der Erde Waldbrände auslöste.
Beim Einschlag könnten aber auch enorme Mengen an Schwefel frei gesetzt worden sein, die anschließend als saurer Regen auf der Erde niedergingen, so dass es zu dem Massensterben kam. Vermutlich spielten jedoch alle diese Effekte zusammen, um die Millionen Jahre währende Herrschaft der Dinosaurier zu beenden.





