Dies könnte von im All stationierten Raketen aus geschehen, schlägt der Astronom in seiner im Astronomiemagazin “Acta Astronautica” (Ausg. 50, S. 185) veröffentlichten Arbeit vor. Er empfiehlt, diese Raketen auf den so genannten Langrange-Punkten zwischen Erde und Mond zu stationieren. An diesen Positionen gleichen sich die Gravitationskräfte von Erde und Mond in etwa aus, so dass die Raketen ohne großen Energieaufwand in Position gehalten werden könnten, bis sie gebraucht werden.
Im All stationierte Raketen könnten Asteroiden, die der Erde gefährlich nahe kommen, besonders wirkungsvoll abschießen. Wie der “New Scientist” in seiner Ausgabe vom 16. Februar berichtet, vertritt diese Idee der italienische Astronom Claudio Maccone vom Zentrum für Aerodynamik in Turin.
Bisherige Studien hatten vorgeschlagen, die Himmelskörper, die verheerende Schäden bis hin zur völligen Zerstörung des Lebens auf der Erdeoberfläche auslösen könnten, mit bodengestützten Raketen zu beschießen. Einen Asteroiden sozusagen von Angesicht zu Angesicht zu bekämpfen, sei die denkbar schlechteste Methode, widerspricht Maccone dieser Idee. Viel einfacher und sicherer sei es, eine Rakete im Winkel von neunzig Grad auf dessen Flugbahn abzufeuern und ihn dadurch von seinem Kurs abzubringen.
Ulrich Dewald





