Nelson, der die Daten des Cassini-Spektrometers analysierte, vermutet, dass ein Vulkan hinter den Erscheinungen steckt. Der Forscher schließt aus, dass es sich um eine normale Wolke oder Bodennebel handelt. Seiner Meinung nach wird das Aufleuchten durch Eruptionen verursacht. Die Radarmessungen von Cassini haben bereits Hinweise darauf ergeben, dass es auf Titan Vulkane gibt. Bislang gab es aber keinen eindeutigen Beweis dafür, dass der Mond zurzeit vulkanisch aktiv ist. Aus einem titanischen Vulkan dürfte allerdings keine glutflüssige Lava, sondern eine Mischung aus Ammoniak, Wasser und Methan quellen.
Andere Forscher bezweifeln, dass Nelsons Argumentation schlüssig ist. Jason Barnes von der Universität von Arizona in Tucson merkte zum Beispiel an, dass der helle Fleck genauso kalt ist wie der Rest des Mondes, nämlich minus 179 Grad Celsius. Eine flüssige Ammoniak-Wasser-Mischung müsste dagegen mindestens eine Temperatur von minus 100 Grad haben. “Wenn es dort einen Temperatursprung um 10 oder 20 Grad gäbe, wäre das ein überzeugendes Argument”, sagte der Forscher dem britischen Wissenschaftsmagazin New Scientist. Um herauszufinden, was die Helligkeitsschwankungen verursacht, sei es nötig, die chemische Zusammensetzung des Fleckes zu ermitteln.





