Die Forscher nehmen an, dass das junge Doppelsternsystem von einer Staubscheibe umgeben ist, die nicht in der gleichen Ebene liegt wie die Bahnen der Sterne. Dadurch wackelt die Scheibe ähnlich wie eine schlecht geworfene Frisbee-Scheibe – allerdings viel langsamer: Die Periode der Präzession der Scheibe beträgt etwa tausend Jahre. Durch diese Bewegung wurde zunächst der erste Stern periodisch vom Staubschleier verborgen, dann verschwand er ganz. Im Jahr 2012 wird auch der zweite Stern ganz von der Staubscheibe verdeckt werden. Einige Jahrzehnte später werden sie dann einer nach dem anderen wieder auftauchen.
Die beiden Sterne umkreisen einander auf einer elliptischen Bahn, wobei sie einander näher sind, als der Planet Merkur an der Sonne liegt. Die Staubscheibe hat einen etwas größeren Abstand von den beiden als der Mars von der Sonne.
Obwohl das Rätsel des Blinkens nun erklärt ist, plagen Winn und seine Kollegen neue Fragen: Warum ist die Scheibe so schief? Warum hat sie eine scharfe Kante? Und woraus besteht sie überhaupt?





