Radioteleskope können die Polarisation von Radiowellen messen und daraus Rückschlüsse auf kosmische Magnetfelder ziehen. Das Bild veranschaulicht die komplexe Verbindung zwischen dem Magnetfeld und der Struktur des interstellaren Mediums entlang der Ebene der Milchstraße. Dort sind die Felder geordneter als weiter entfernte, weil sie der galaktischen Spiralstruktur folgen. Die Daten hat die europäische Raumsonde Planck zwischen 2009 und 2013 bei Frequenzen um 353, 545 und 857 Gigahertz gemessen. Die Gesamtintensität der Staubemission ist farbig markiert. Die Textur repräsentiert die Polarisation der Strahlung. Sie zeigt die Orientierung des Magnetfelds an, weil Staubkörner dazu neigen, ihre Längsachse rechtwinklig zur Feldrichtung auszurichten, was die Strahlung teilweise polarisiert. · Foto: ESA / Planck Collaboration, M.-A. Miville-Deschênes / CNRS
Ein neues Observatorium von planetarer Größe soll das frühe Universum kartieren. Das Square Kilometre Array wird das leise Wispern des urtümlichen Wasserstoffs belauschen, um daraus Erkenntnisse für die Kosmologie zu gewinnen.
von KAI DÜRFELD
Bevor das Licht der ersten Sterne die dunkle Ära enden ließ und sich Galaxien formten, war das Universum angefüllt mit neutralem Wasserstoff. Dieses Gas sendet eine ganz bestimmte Radiostrahlung aus: die 21-Zentimeter-Linie. Solange das All noch dunkel war, durchzog das Signal den Weltraum nahezu überall.