Dies experimentell nachzuweisen, ist allerdings für mit modernen Fabrikationsverfahren hergestellte mechanische Nanoschwinger sehr schwierig, da diese je nach Größe aus mehreren Tausend oder sogar Millionen Atomen bestehen. Um quantenmechanische Effekte in den Oszillationen nachweisen zu können, müssen die Schwinger zum einen sehr starr sein, so dass sie mit sehr großen Frequenzen vibrieren, und zum anderen auf Temperaturen in der Umgebung des absoluten Nullpunkts abgekühlt werden.
Der von dem amerikanischen Team hergestellte Schwinger bestand aus einem mit Gold überzogenen Siliziumbalken, an dessen beiden Seiten kleine Paddel mit einer Fläche von etwa 500 mal 200 Nanometer befestigt waren (siehe Bild). Wenn diese Anordnung unter Strom gesetzt und zusätzlich einem Magnetfeld ausgesetzt wurde, begannen die Paddel mit einer Frequenz von ungefähr einem Gigahertz zu schwingen.
Die Forscher kühlten in ihrem Experiment dieses Objekt auf etwa 110 Millikelvin ab. Dabei beobachteten sie, dass die Bewegungen der Paddel tatsächlich nicht mehr kontinuierlich, sondern in Sprüngen erfolgten. Obwohl die Amplituden der Paddelschwingungen dabei nur wenige Femtometer betrugen (den Millionsten Teil eines Millionstel Millimeters), ließ sich dies mit einer cleveren Methode indirekt nachweisen: Die Bewegungen der Paddel regten den Balken, an dem sie aufgehängt waren, selbst zu Schwingungen einer viel größeren Amplitude an. Somit musste nur dessen Bewegung untersucht werden, und die Forscher konnten tatsächlich zeigen, dass die Nanobewegungen gequantelt waren.





