Kosmische Turbulenzen hat das Chandra-Röntgenobservatorium der NASA im Nebel um den Vela-Pulsar enthüllt. Der rund 800 Lichtjahre entfernte Pulsar im Sternbild Segel ist das Relikt einer Sternexplosion, die sich vor über 10000 Jahren ereignet hat. In den Trümmern, die um die Sternruine verstreut sind, hat George Pavlov von der Penn State University bogenförmige Gebilde entdeckt. Diese Strukturen deutet der Wissenschaftler als Stoßwellen von Kollisionen hochenergetischer Partikel in der Wolke. Während diese Teilchen von den extrem starken Magnetfeldlinien des Pulsars in Spiralbahnen gezwungen werden, senden sie Röntgenstrahlung aus.
Die Chandra-Aufnahme zeigt auch einen Teilchen-Jet, der mit annähernd Lichtgeschwindigkeit von dem Pulsar wie ein Pfeil ins All geschossen wird. Er deutet – zufällig – in die Bewegungsrichtung der Sternleiche.
Hans Groth





