Das Hubble-Weltraumteleskop hat den Lichtschimmer eines vierten Mondes bei dem fernen Zwergplaneten Pluto erhascht. P4 – auch S/2011 (134340) 1 genannt – ist der winzigste der Trabanten. Er bewegt sich auf einer Bahn, die zwischen den Orbits von Nix und Hydra liegt – zwei anderen Kleinmonden, die Hubble 2005 entdeckt hat. P4 misst im Durchmesser nur 13 bis 34 Kilometer, sein Bahnradius beträgt rund 59 000 Kilometer und die Umlaufperiode etwa 32 irdische Tage. Das hat das Astronomenteam um Mark Showalter vom SETI Institute im kalifornischen Mountain View berechnet, von dem die Hubble-Beobachtungen stammten. Nix und Hydra sind zwischen 32 und 113 Kilometer groß, und der gewaltige, bereits 1978 gefundene Charon misst 1043 Kilometer. „ Es ist eine bemerkenswerte Leistung von Hubble, aus über fünf Milliarden Kilometer Entfernung einen solchen Winzling zu fotografieren”, sagt Showalter. „Das ist eine fantastische Entdeckung”, freut sich auch Alan Stern vom Southwest Research Institute in Boulder, Colorado. Er leitet die NASA-Mission der Raumsonde New Horizons, die 2015 an Pluto vorbeifliegen wird. „ Nun können wir gezielt Nahaufnahmen vorbereiten.”





