Da Wasserdampf theoretischen Modellen zufolge eher weiter außen zu finden sein müsste, nimmt Eisner an, dass verdampfende Kometen immer wieder Nachschub liefern. Seiner Ansicht nach könnten sich Planeten wie die Erde in einer Umgebung wie der von MWC 480 direkt aus dem vorhandenen Material bilden ? inklusive des Wassers. Bislang waren Geowissenschaftler davon ausgegangen, dass sich die Ozeane auf der Erde erst nach der Geburt des Planeten bildeten, wahrscheinlich durch Kometen, die mit der jungen Erde zusammenstießen.
Aber auch so genannte heiße Jupiter ? Riesenplaneten, die in einer engen Umlaufbahn um ihren Stern kreisen ? könnten sich in einer solchen Umgebung bilden. Viele der derzeit bekannten Exoplaneten zählen zu dieser Klasse der heißen Wasserstoff-Riesen. Eisner hofft außerdem, dass sich mithilfe des Wasserdampfes die Temperatur und die Geschwindigkeit der Staubteilchen in der protoplanetaren Scheibe bestimmen lassen. Diese Informationen sind wichtig, um Modelle der Planetenentstehung zu überprüfen.




