Halliday stellt jetzt ein neues Modell für die Entstehung der Erde vor. Demnach vermischte sich das Material anderer Protoplaneten bei der Kollision mit der Proto-Erde nicht so vollständig mit dem Erdmantel, wie bislang angenommen wurde. Halliday geht davon aus, dass die Protoplaneten auch schon Eisenkerne besaßen, die sich beim Zusammenstoß direkt mit dem Erdkern vereinigten. Mit Hilfe dieser Annahme kann der Forscher einige Ungereimtheiten bei den gemessenen Daten ausräumen.
Der Mond, so schreibt Halliday, entstand vermutlich durch die Kollision eines Protoplaneten namens “Theia” mit der Erde. Theia dürfte eine ähnliche Zusammensetzung wie der Mars gehabt haben, das heißt, seine Kruste war reicher an flüchtigen Elementen als die Erdkruste und stärker oxidiert. Der Mond entstand vorwiegend aus dem Silikatmantel von Theia. Auch die Proto-Erde ähnelte dem Mars vermutlich. Die flüchtigen Elemente gingen bei späteren Kollisionen verloren, schreibt Halliday. Seinen Berechnungen zufolge entstand die Erde nicht innerhalb der ersten zehn Millionen Jahre nach der Entstehung des Sonnensystems, sondern benötigte etwa 50 Millionen Jahre, bis sie ausgewachsen war.





