Ein besonderes Erlebnis versprechen mobile Planetarien: Sie sehen aus wie ein Plastik-Iglu und werden wie eine Hüpfburg durch Überdruck in Form gehalten. Platz ist meist für ein bis zwei Dutzend Besucher, die durch eine Art Luftschleuse in die Plastikkuppel gelangen und sich dort zwischen Kissen auf Isomatten kauern. Ein Projektor wirft den Sternenhimmel über ein Fischaugenobjektiv in die Kuppel. Mit Laserpointer wird durchs Programm geführt. Die aufblasbaren Planetarien können als „Event” von speziellen Anbietern ausgeliehen werden. Manche Hobbyastronomen tingeln damit durch Schulen und Sporthallen. Bisweilen soll das mobile Planetarium auch Lust auf Mehr machen: So stellte der Förderverein, der seit über 15 Jahren in Göttingen ein Planetarium einrichten will, letzten April, im Internationalen Jahr der Astronomie, ein mobiles Planetarium in der niedersächsischen Stadt auf. „Das kam gut beim Publikum an”, meint Klaus Reinsch vom Förderverein. Er ist Astrophysiker an der Universität Göttingen. „Mit knapp 1000 Besuchern waren alle 40 Shows ausgebucht”, sagt er. In den vergangenen Jahren hat sich die Zielrichtung des Vereins den neuen technischen Möglichkeiten angepasst: Reinsch spricht lieber von einem „Science Dome” statt von einem Planetarium. „Im Science Dome kann man viel mehr machen.”





