Der äußerste, Kepler-37d genannt, ist gleichzeitig auch der größte: Er ist etwa doppelt so groß wie die Erde und braucht für eine Runde um seinen Mutterstern circa 39 Tage. Sein etwas kleinerer Bruder Kepler-37c befindet sich bereits näher am Stern er umkreist ihn alle 21 Tage einmal. Seine Größe liegt in etwa zwischen der der Erde und der des Mars. Der kleinste der drei ist der innerste der Gruppe und gleichzeitig der interessanteste: Kepler-37b hat einen Radius, der gerade einmal ein Drittel des Erdradius misst. Damit ist er deutlich kleiner als Merkur, der kleinste Planet des Sonnensystems, und kaum größer als unser Mond. Er benötigt gut 13 Tage für eine Runde um seinen Stern.
Unbekannte steinige Mini-Welt
Sehr viel über die Beschaffenheit des Winzlings können die Wissenschaftler bisher nicht sagen. Seine große Nähe zu seinem Mutterstern lässt es jedoch sehr unwahrscheinlich erscheinen, dass es auf ihm eine nennenswerte Atmosphäre oder gar irgendwelches Leben gibt. Die große Strahlendosis, die er von Kepler-37 abbekommt, würde relativ schnell jede Art von flüchtigem Stoff verdampfen lassen. Die Wissenschaftler sind sich daher ziemlich sicher, dass Kepler-37b ein karger, heißer Felsplanet ist, dessen Oberflächentemperatur vermutlich oberhalb von 400 Grad Celsius liegt. Ursprünglich hatten die Forscher auch noch Hinweise auf einen vierten Planeten bei Kepler-37 gefunden. Bisher habe sich dieser Verdacht jedoch nicht erhärten lassen, sagen sie.
Die Entdeckung des kleinen Planeten sei ein wichtiger Schritt bei der Suche nach Exoplaneten, schreibt das Team. Denn er stütze die These, nach der die Häufigkeit der Planeten mit abnehmender Größe zunimmt. Lange Zeit ließ sich das nicht testen, da ausschließlich sehr große Planetenkandidaten identifiziert werden konnten, teilweise mit einem Vielfachen der Größe des Jupiter. Erst im vergangenen Jahr sei es dann erstmals gelungen, auch Planeten in der Größenordnung der Erde aufzuspüren, gefolgt von der aktuellen Entdeckung des Mini-Planeten.





