Teilungsstrategien, die spiegelbildlich gleiche Stücke ergeben, bezeichnet man in der Mathematik als “einfach”. Mit “simpel” hat das allerdings nichts zu tun: Mit den kniffligen einfachen Teilungen beschäftigen sich Joel Anthony Haddley und Stephen Worsley von der University of Liverpool. Sie haben die Frage beantwortet, ob man eine Pizza einfach in zwölf Teile zerlegen kann, ohne dass alle Teile den Mittelpunkt der Pizza berühren. Dies ist möglich, wie Andreas Loos in dem bdw-Artikel neben anderen interessanten Beispielen für Fragen aus der Pizza-Mathematik verdeutlicht.
Anschauliche Mathematik mit Witz
Neben den “einfachen” berichtet er auch über die ebenfalls interessanten „nicht-einfachen” Teilungen. Ein Beispiel ist ein raffiniertes Verfahren, das der kanadische Hobbymathematiker L. J. Upton ausgebrütet hat. Dabei entstehen acht Stücke, die ziemlich ungleich aussehen. Legt man sie aber der Reihe nach zwei Personen abwechselnd auf die Teller, dann hat jeder am Ende vier Stücke, die zusammen genau die Hälfte der Pizzafläche ergeben. Dabei haben beide dann sogar genau dieselbe Menge Rand auf dem Teller.
Andreas Loos rundet seinen Artikel unter anderem auch mit einer Beschreibung ab, wie man eine Pizza am besten aufteilt, damit sich jeder gerecht behandelt fühlt. Auch dabei kann nämlich Mathematik hilfreich sein – durch sogenannte neidfreie Teilungsprotokolle. Algorithmen optimieren dabei den subjektiven Eindruck von Essern, dass sie besonders große Stücke zugeteilt bekommen.
Den detaillierten Artikel sowie veranschaulichende Abbildungen finden Sie in der aktuellen Ausgabe von bild der wissenschaft.





