Raumsonde verschwindet in den unendlichen Weiten
Die Nasa hat den Kontakt zu Pioneer 10 verloren, einer ihrer ältesten und erfolgreichsten Raumsonden. Bereits im August letzten Jahres sei die Datenübertragung abgebrochen, gab jetzt der Internet-Dienst SPACE bekannt. Die Hoffnungen, wieder Kontakt zur Sonde zu erhalten, sind offenbar sehr gering.
Pioneer 10 ist am 2. März 1972 gestartet und hat sich seitdem 11 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Damit ist er der am tiefsten in den Weltraum vorgedrungene künstliche Raumkörper. NASA-Ingenieure hatten die Sonde ursprünglich für eine Mission zum Jupiter gebaut. Nach einem erfolgreichen Vorbeiflug an dem Planeten im Dezember 1973, erwies sich Pioneer jedoch als sehr langlebig. Er lieferte bis zuletzt wissenschaftliche Daten vom Rande unseres Sonnensystems.
Im Juli letzten Jahres hatte die NASA versucht, Pioneer 10 ein wenig zu drehen, um seine Antennen präziser in Richtung Erde auszurichten. Der Versuch ist laut SPACE gescheitert. Zwar konnten im August noch einmal Signale von der Sonde aufgefangen werden, aber eine Datenübertragung war nicht möglich.
Offiziell wurde die Pioneer-Mission 1997 beendet. Seitdem hielt ein Team von Freiwilligen den Kontakt zur Sonde aufrecht.
Axel Tillemans





