Ozon bildet sich in der Stratosphäre durch die Absorption von ultravioletter (UV) Strahlung der Sonne. Dadurch werden Sauerstoffmoleküle zu atomarem Sauerstoff gespalten. Dieser verbindet sich mit einem Sauerstoffmolekül und bildet Ozon (O3).
Durch das Abkühlen der Ozonschicht, vor allem im Winter, bilden sich polare Stratosphärenwolken. Diese Wolken sind für die Abnahme des Ozons verantwortlich, da in ihnen chemische Prozesse stattfinden, die Chlor aktivieren. Das Chlor zerstört das Ozon. Als Folge wird die Schicht dünner oder verschwindet, wie über der Antarktis.
Im Montreal-Protokoll von 1987 verpflichteten sich viele Staaten, die Produktion und Nutzung der für den Ozonabbau verantwortlichen Fluorchlorkohlenwasserstoffe ( FCKW) einzuschränken. Davon versprach man sich eine Selbstregenerierung der Ozonschicht.
Obwohl die für den Ozonabbau verantwortlichen Gase in der Atmosphäre nicht mehr zunehmen, ist der weitere Abbau des Ozon durch einen Feedback-Mechanismus bedingt: durch den Ozonabbau wird immer weniger UV-Strahlung absorbiert und dies führt zu einer weiteren Abkühlung der Stratosphäre. Auch die Erwärmung der Erde durch den Treibhauseffekt spielt eine Rolle, da die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre den Wärmeaustausch zwischen Atmosphäre und Stratosphäre verhindert. Als Folge kühlt die untere Stratosphäre ab.
In den vergangenen elf Jahren wurde über der Arktis siebenmal eine Abnahme der Ozonkonzentration festgestellt, ein Ozonloch konnte aber bisher nicht beobachtet werden. Die im vergangenen Januar gemessenen Werte lagen allerdings deutlich schlechter. Wissenschaftler des europäischen Forschungsprogrammes Theseo 2000 untersuchen in den nächsten Monaten in Nordschweden die chemischen Vorgänge in der Stratosphäre. Sie wollen herausfinden, unter welchen Umständen sich über der Arktis ein Ozonloch bilden kann.





