Aus den Messdaten der Cassini-Sonde und Computersimulationen haben die Forscher um Ralph Lorenz errechnet, dass eine Windgeschwindigkeit von durchschnittlich zwei Kilometern pro Stunde ausreicht, um die Dünenstruktur zu bilden. Dieser Windhauch kann die Sandkörner bewegen, da sie eine Konsistenz wie Kaffeepulver haben. Außerdem erleichtert die geringe Gravitation des Mondes das Wegblasen der Partikel. Insgesamt setzen sich die Oberflächenwinde auf dem Titan aus einem stetigen Ostwind und wechselhaften Luftbewegungen aufgrund der Gezeitenwirkung des Saturns zusammen. In Vergleich sind die Gezeitenkräfte auf Titan rund 400-mal größer als die des Erdmonds auf die Erde.
In weiteren Untersuchungen wollen die Forscher klären, wie der Sand entstanden ist. Eine Möglichkeit seien chemische Reaktionen in der Titanatmosphäre, welche die kleinen Partikel produzieren könnten, vermuten die Wissenschaftler. Auch könnten heftige Methan-Regenfälle zur Erosion der festen Titanoberfläche führen. Allerdings seien die Erkenntnisse über Wolkenbildung und Regen auf dem Saturnmond noch gering.





