Der Forscher analysierte die Callisto-Aufnahmen der Raumsonde die Galileo. Williams schließt daraus, dass eine flüssige Schicht im Innern des Mondes die Energie des Einschlages absorbiert habe, so dass die Antipoden-Seite des Walhalla-Einschlags nicht verwüstet wurde.
Trotz dieses weiteren Hinweises auf einen möglichen Ozean auf Callisto – auch die Magnetfeld-Daten deuten auf eine flüssige Schicht hin – ist der zweitgrößte Jupitermond kein heißer Kandidat für die Suche nach außerirdischem Leben. Falls es eine flüssige Schicht gibt, liegt diese wahrscheinlich viel weiter innen als das bei Europa vermutet wird, dem kleinsten der Galileischen Monde. Außerdem liegt der “Ozean” von Callisto vermutlich zwischen zwei Eisschichten und nicht über einem warmen Gesteinskern wie bei Europa.
Callisto ist, auch das ist anders als bei Europa, geologisch tot: Die Oberfläche des Mondes trägt so viele Krater wie kein anderer Mond des Sonnensystems. Das bedeutet, dass die Kruste nicht durch tektonische Kräfte erneuert wird, sondern seit Jahrmilliarden unverändert ist. Daraus folgert Williams, dass die Folgen des Einschlages auf der Gegenseite heute noch zu sehen sein müssten, falls es welche gegeben hätte.





