Viele Menschen scheuen den Weg zum Zahnarzt nicht deshalb, weil sie keine Schmerzen ertragen können. Was ihnen den Angstschweiß auf die Stirn treibt, ist vielmehr der bloße Gedanke an das durch Mark und Bein gehende Sirren und Pfeifen des Bohrers. Um solchen Menschen zu helfen, hat sich der Brite Brian Millar vom Dental Institute am King’s College London eine High-Tech-Lösung einfallen lassen: Bevor der Zahnarzt mit dem Bohren beginnt, bekommt der Patient einen Kopfhörer aufgesetzt, der mit dem sogenannten Antischall-Verfahren arbeitet. Ein Mikrofon nimmt dabei die Geräusche des Bohrers auf und eine Elektronik erzeugt eine genau entgegengesetzte Schallwelle. Nach dem physikalischen Prinzip der Interferenz löschen sich die beiden Schallwellen aus: Der Bohrer bleibt für den Patienten stumm.





