Dem Massensterben am Ende der Trias fielen 20 Prozent aller Tierfamilien zum Opfer. Viele Meeresreptilien überlebten die Katastrophe nicht, darunter die Placodontier, die riesenhaften Schildkröten ähnelten. An Land wurden die Therapsiden besonders hart getroffen. Diese säugetierähnlichen Reptilien waren die Vorfahren der Säugetiere. Im nachfolgenden Jura profitierte vor allem eine Tiergruppe von dem Massensterben: Im Zeitalter Jura wurden die Dinosaurier zur dominierenden Lebensform auf der Erde.
Vor 200 Millionen Jahren ereignete sich eines der fünf großen Massensterben der Erdgeschichte. Stephen Hesselbo von der University of Oxford und Kollegen haben jetzt eine mögliche Ursache dafür gefunden: starke vulkanische Aktivität, die mit der Öffnung des Atlantischen Ozeans verbunden war, könnte zahlreiche Tiere und Pflanzen dahingerafft haben.
Das schließen die Forscher aus Kohlenstoff-Isotopen-Messungen in Großbritannien und Grönland. Ihre Analyse deutet darauf hin, dass vulkanische Aktivität und Massensterben gleichzeitig einsetzten. Im Erdzeitalter Trias, das vor 250 Millionen Jahren ebenfalls mit einem Massensterben begann und das vor 200 Millionen Jahren endete, bildeten alle Kontinente zusammen den Superkontinent Pangäa. Während der Trias zerbröckelte Pangäa jedoch: Nordamerika löste sich von Nordafrika, wobei so viel Lava aus dem Erdinneren entströmte wie selten zuvor in der Erdgeschichte. Wie die Forscher im Fachblatt “Geology” (Bd. 30, S. 251 -254) schreiben, gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass die Trias mit einem Meteoriteneinschlag endete wie später die Kreidezeit vor 65 Millionen Jahren.
Ute Kehse





