Whitson und ihre Kollegen wollen nun auf der ISS den Einsatz von Citraten erproben. Citrate hemmen die Bildung von Nierensteinen und sind beispielsweise in Südfrüchten enthalten.
Die im kommenden Jahrzehnt geplante Marsmission könnte an Nierensteinen scheitern: Das Risiko dieser äußerst schmerzhaften Erkrankung ist in der Schwerelosigkeit stark erhöht, warnt eine amerikanisch-russische Forschergruppe. Nun sollen auf der Internationalen Raumstation ISS Methoden zur Vorbeugung erprobt werden, meldet das britische Wissenschaftsmagazin “New Scientist”.
Ein Grund für das erhöhte Risiko sei der Knochenabbau in der Schwerelosigkeit, berichtet Forschungsleiterin Peggy A. Whitson vom Raumfahrt-Zentrum der Nasa in Houston. Die Knochen verlieren Kalzium, das normalerweise über den Urin ausgeschieden wird, jedoch auch in der Niere zu schmerzhaften Klumpen auskristallisieren kann. Erschwerend komme hinzu, dass Astronauten im All häufig sehr wenig trinken. “Das Pinkeln im Orbit kostet viel Zeit, doch die Crews haben häufig viel zu tun”, schildert die Astronautin und Biochemikerin Whitson die Situation an Bord.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





