Der Mond umkreist die Erde in gebundener Rotation – er kehrt uns immer dieselbe Seite zu. Die uns zugewandte Seite mit ihren riesigen, dunklen Maria ist daher gut beobachtbar und auch für Landesonden gut zugänglich – alle Apollomissionen und die meisten unbemannten Mondsonden sind auf dieser lunaren “Vorderseite” gelandet. Demgegenüber ist die abgewandte Seite des Mondes bisher kaum erforscht. Die meisten Daten darüber stammen bisher von Orbitersonden, die den Mond umkreisen. Sie haben bereits gezeigt, dass sich die beiden Mondhälften auch geologisch stark unterscheiden: Auf der abgewandten Seite ist die Kruste dicker, große Maria fehlen und auch die chemische Zusammensetzung des Gesteins unterscheidet sich. Wodurch diese Unterschiede entstanden, ist jedoch strittig.





