Französischen Wissenschaftlern ist es erstmals gelungen, den Übergang von quantenmechanischer zu klassischer Physik im Experiment nachzuvollziehen.
In dieser Grauzone zwischen Mikro- und Makrowelt ist ein Gedankenexperiment angesiedelt, das sich der berühmte Physiker Erwin Schrödinger 1935 ausdachte und das als “Schrödingers Katze” berühmt wurde: Ein Atom, das gleichzeitig in zwei quantenmechanischen Zuständen vorliegt, soll über Leben und Tod einer Katze entscheiden. In diesem schizophrenen Doppelzustand des Atoms ist somit die Katze tot und lebendig zugleich.
Die Physiker von der Ecole normale supérieure in Paris brachten nun ein besonders großes und langlebiges Atom – ein sogenanntes “Rydberg”-Atom – in diesen Zustand und schickten es dann durch ein Mikrowellenfeld, das zwischen zwei Spiegeln eingesperrt ist.
Das Feld paßte sich dem Atom an und wurde ebenfalls Kandidat des “Tod-und-Leben”-Spiels. Erst nach einer Weile entschied es sich für “tot” oder “lebendig”.
Als Meßsonde diente den französischen Physikern ein zweites Atom, das dem ersten Atom folgte. Durch Variieren des Abstands ließ sich der Moment herausfinden, in dem das Mikrowellenfeld von der quantenmechanischen Doppelrolle in den klassischen Zustand zurückfiel.





