Derzeit befindet sich die Sonde Cassini relativ weit weg vom Saturn, doch die nächste aufregende Begegnung steht schon bald bevor. Am 26. Oktober wird sich Cassini erstmals dem größten Saturn-Mond Titan nähern, wo im Januar die Landefähre Huygens abgesetzt werden soll.
Nach drei Monaten im Orbit hat die Raumsonde Cassini bereits eine erhebliche Menge an Daten zur Erde gesendet. Außer spektakulären Fotos von einigen Monden und von den Ringen des Saturn, die während des Bremsmanövers entstanden, haben Forscher auch schon Daten des Plasma-Spektrometers CAPS ausgewertet, berichtet das Los Alamos National Laboratory. Dort wurde das Instrument gebaut.
Beim Anflug an den Ringplaneten durchquerte Cassini zunächst die Schockwelle, die das Magnetfeld des Saturn vom interplanetaren Magnetfeld trennt. Im Bereich der Schockwelle herrschten Teilchen aus dem Sonnenwind vor, weiter innen dominierten dagegen Teilchen, die von den Ringen oder den inneren Monden stammen, berichtet das Los Alamos National Laboratory. Außerdem entdeckte das Plasma-Spektrometer eine bislang unbekannte Zone mit niederenergetischen geladenen Teilchen in der so genannten Cassini-Lücke zwischen den Ringen A und B.
Ute Kehse





