Japanische und europäische Astronomen haben die bislang genaueste Himmelskarte im Infrarot-Bereich angefertigt. Sie ist ein großer Schritt vorwärts seit der letzten Infrarot-Durchmusterung, die 1984 von dem Satelliten IRAS fertiggestellt wurde.
Die neue Karte wurde mit einem 68,5-Zentimeter-Teleskop an Bord des japanischen Satelliten AKARI aufgenommen. AKARI („Licht” ), der ehemals ASTRO-F genannt wurde, war am 21. Februar 2006 vom Uchinoura-Weltraumbahnhof im südlichen Japan gestartet und hat seither Tausende von Infrarot-Aufnahmen in sechs verschiedenen Wellenlängen aus seinem 750 Kilometer hohen Orbit gemacht. Der 955 Kilogramm schwere Satellit scannte den gesamten Himmel zweimal und nahm zudem fast 4000 einzelne Objekte genauer ins Visier. Seine Primärmission geht in diesen Tagen zu Ende, weil die Kühlflüssigkeit – 170 Liter Helium – aufgebraucht ist. Mit einer Nahinfrarot-Kamera sollen aber noch mindestens ein Jahr lang weitere Aufnahmen gesammelt werden. Der AKARI-Katalog wird Astronomen viele wichtige Einsichten in die Entstehungsgeschichte der Sterne und Galaxien liefern.





