Deutlich entspannter sollen Experten künftig bei Bombenentschärfungen zur Sache gehen können. Ein neues Programm für Polizeiroboter macht es möglich. Es heißt SMART (Sandia Modular Architecture for Robotics Software and Teleoperation) und wurde von Wissenschaflern der Sandia National Laboratories in Albuquerque entwickelt.
Mit der neuen Software können Bombenexperten ihren Robotern vor der Entschärfung einer Bombe die nötigen komplexen Bewegungsabläufe eintrichtern. Bei Bedarf müssen die entsprechenden Algorithmen nur noch abgerufen werden. Der Fachmann kann sich dann aus sicherer Ferne ganz auf strategische Entscheidungen konzentrieren.
Bisher mussten häufig Kameras, Sensoren, Greifer und andere Werkzeuge des rollenden Helfers sowie dessen Armgelenke einzeln ferngesteuert und aufeinander abgestimmt werden. “Wie ein Videospiel, das man verkehrt herum sitzend, ein Auge geschlossen, mit einem siebenarmigen Joystick spielt”, beschreibt Projektleiter Phil Bennett den hohen Druck, unter dem Bombenexperten bei einer Entschärfung per SMART-freiem Roboter mitunter arbeiten müssen.
Die neue Software soll Roboter nicht nur bedienungsfreundlicher machen, sondern auch zügiger arbeiten lassen. Bei einer Präsentation war der SMART-Roboter um Minuten schneller als die üblicherweise eingesetzten Maschinen, selbst wenn diese von den geschicktesten FBI-Leuten bedient wurden.
Entsprechend modifiziert könnte die Software auch Robotereinsätze bei Chemieunfällen, Reaktorstörungen in Atomkraftwerken oder in der Raumfahrt vereinfachen.
Andrea Hoferichter





