Ein ganz anderes Bild bietet der Vulkan Loki. Der heiße Fleck auf den Galileo-Bildern wird mal größer, mal kleiner. Möglicherweise schwankt die Helligkeit sogar in regelmäßigen Zyklen, ein Verhalten, dass bei irdischen Vulkanen unbekannt ist. Die neuesten Bilder vom Vorbeiflug am 16. Oktober sprechen dafür, dass Loki ein Lavasee und keine Caldera, also eine eingestürzte Magmakammer, ist. Die Bilder zeigen eine heiße Linie am Rand der Lavamassen. Offenbar bricht die Kruste über dem See dort auf, weil sie gegen den Rand stößt.
Spektakulär sind auch die Bilder eines bröckelnden Steilhangs. In einer Welt, in der es weder Wasser noch eine Atmosphäre gibt, die die Erosion fördern, brechen die Klippen allein unter dem Einfluss ihrer eigenen Schwerkraft zusammen.
Da die Hauptantenne von Galileo nicht arbeitet, dauert es einige Zeit, bis die Nahaufnahmen von einem Vorbeiflug zur Erde übertragen sind.





