Die Wachablösung an Bord der Internationalen Raumstation ISS ist vollzogen. Wie die US- Raumfahrtbehörde NASA am Dienstag mitteilte, hat die neue Langzeitbesatzung einen Tag nach ihrer Ankunft mit der Raumfähre Discovery die Regie übernommen. In der Nacht schliefen der amerikanische Kommandant Frank Culbertson sowie die beiden Russen Wladimir Deschurow und Michail Tjurin erstmals in ihrem neuen Heim, in dem sie nun mindestens vier Monate bleiben werden.
Die bisherige Mannschaft, der scheidende ISS-Chef Juri Usaschew und seine amerikanischen Kollegen James Voss und Susan Helms, sind nun offiziell Teil der Discovery-Crew. Zuvor hatten die Astronauten und Kosmonauten die speziell auf jedes Besatzungsmitglied angepassten Sitze in der Sojus-Rettungskapsel ausgetauscht. Damit würde im Falle eines Notfalls die alte Langzeitmannschaft nun mit der Fähre Discovery zur Erde zurückkehren und die neue Crew würde sich mit der Sojuskapsel in Sicherheit bringen.
Am Dienstag sollte die Raumstation mit Hilfe des Discovery- Antriebs routinemäßig in einen zwei Meilen höheren Orbit gehoben werden. Des weiteren setzten die zehn Russen und Amerikaner die Entladung des italienischen Leonardo-Umzugcontainers fort. Leonardo war am Montag mit dem Roboterarm aus der Ladebucht des Shuttles zur Raumstation gehoben und am “Unity”-Modul angebracht worden. Im Container sind mehr als drei Tonnen wissenschaftlicher Geräte und Ausrüstung. Dazu gehört auch eine neue Schlafkabine, die in einem wenig benutzten Teil des Forschungslabors “Destiny” untergebracht werden soll.
Der bisherige ISS-Chef Usaschew und seine US-Kollegen James Voss und Susan Helms sind bereits seit Anfang März in der Station. Wenn sie am 20. August abreisen, werden sie 167 Tage in der Station verbracht haben. Die neue Mannschaft bleibt bis Anfang Dezember.
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dpa