Das Röntgen-Weltraumobservatorium Chandra hat den Gehalt des Elements Neon in 21 bis zu 400 Lichtjahren entfernten, sonnenähnlichen Sternen gemessen. Jeremy J. Drake und Paola Testa vom Massachusetts Institute of Technology schließen aus diesen Daten, dass unsere Sonne fast dreimal so viel Neon enthalten muss, wie bislang gedacht. Das sind gute Nachrichten für Sonnenphysiker, denn damit stimmt ihr Modell mit den Messungen der Helioseismologie überein, die die Schwingungen der Sonnenoberfläche untersucht. Diese lassen Rückschlüsse auf die Größe der Konvektionszone zu, in der die im Sonnenzentrum durch Kernfusion freigesetzte Energie durch turbulente Bewegungen der Materie nach oben transportiert wird – ähnlich wie warme Luft in einem Hurrikan. Die Größe der Konvektionszone hängt von der Häufigkeit der Neon-Atome ab und erstreckt sich von der Sonnenoberfläche bis in eine Tiefe von etwa 200 000 Kilometer.





