Die erste Sonnenfinsternis des Jahrtausends verdunkelt am heutigen Donnerstag den Himmel über dem südlichen Afrika. Die “Schwarze Sonne” hat vielen Ländern in der Region einen Tourismus-Boom beschert. Das Naturschauspiel ist von Deutschland aus nicht zu sehen. Die US-Weltraumbehörde NASA überträgt das Naturspektakel ab 14.30 Uhr live im Internet.
Der knapp 200 Kilometer breite Schatten des Mondes trifft um 14.38 Uhr unserer Zeit auf die afrikanische Westküste. Anschließend rast er mit etwa doppelter Schallgeschwindigkeit von Angola über Sambia, Simbabwe und Mosambik nach Madagaskar und taucht die betroffenen Regionen für maximal etwa viereinhalb Minuten in Finsternis. Um 15.32 Uhr ist das Naturschauspiel zu Ende.
Nicht alle Beobachter werden allerdings während der Finsternis auf die “Schwarze Sonne” starren: Etwa 200 Amateur-Forscher wollen in Simbabwe die Reaktionen der Wildtiere auf die plötzliche Nacht beobachten, berichtete das britische Wissenschaftmagazin “New Scientist” (Nr. 2295, S. 11). Das Verhalten von wilden Tieren bei einer Sonnenfinsternis ist nicht besonders gut untersucht.
Früheren Beobachtungen zufolge sollen Vögel zu ihren Nestern zurückkehren, Ziegen den Heimweg von den Berghängen antreten und Nachttiere erwachen. Mitglieder der Natur-Organisation “Wildlife and Environment Zimbabwe” wollen solchen Anekdoten nun im Mana-Pools-Nationalpark wissenschaftlich nachgehen. Dem “New Scientist” zufolge handelt es sich um eine der ersten großen Sonnenfinsternis-Studien in der Wildbahn.
Allgemeine Informationen der Nasa zur Sonnenfinsternis in Afrika finden sie hier.
dpa





